Energiespartipps für das Homeoffice: So senken Sie Ihre Kosten, wenn Sie zuhause arbeiten

    Energie im Haushalt

    Das Arbeiten im Homeoffice wird immer beliebter. In letzter Zeit hat vor allem die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass wir unserer Arbeit vermehrt in den eigenen vier Wänden nachgehen. Allerdings sollte man bei der Arbeit von zuhause auf den steigenden Stromverbrauch achten, der durch Arbeitsgeräte und die häufigere Anwesenheit im Haushalt verursacht wird. Mit unseren Energiespartipps können Sie Energie und Stromkosten im Homeoffice sparen.

    Homeoffice führt zu steigendem Stromverbrauch

    Vor der Corona-Pandemie war das Arbeiten im Homeoffice in Deutschland eher eine Randerscheinung, laut Statistik der Hans-Böckler-Stiftung arbeiteten nur ca. 4 Prozent der Arbeitnehmer überwiegend oder ausschließlich zu Hause. Im Verlauf der Pandemie stiegen die Zahlen stark an. Im Januar 2021 arbeiteten 24 Prozent der Erwerbstätigen vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice. Auch wenn die Pandemie maßgeblich für den starken Anstieg verantwortlich ist – das Homeoffice wird in einer zunehmend digital geprägten Arbeitswelt immer wichtiger.
    Die Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass der Trend zum Homeoffice bleibt.

    Das Arbeiten im Homeoffice führt allerdings zu einem höheren Stromverbrauch. Der Mehrverbrauch wird nicht nur von Arbeitsgeräten wie Monitor, PC oder Notebook verursacht. Wohnung und Arbeitsplatz müssen beheizt und beleuchtet werden, zwischendurch wird häufiger gekocht, warme Getränke werden zubereitet. Aktuelle Prognosen gehen daher davon aus, dass durch das Homeoffice bis zu 250 Euro Mehrkosten auf die Arbeitnehmer zukommen. Ein Laptop beispielsweise verursacht pro Arbeitstag im Homeoffice Stromkosten in Höhe von 15 Cent, im Jahr sind das Mehrkosten von rund 40 Euro. Kommt noch ein Zusatzmonitor hinzu, steigen die Stromkosten um weitere 25 Euro.

    So sparen Sie Energie am Arbeitsplatz

    Obwohl sich ein Anstieg des Stromverbrauchs im Homeoffice kaum vermeiden lässt, können Sie die zusätzlichen Kosten im Rahmen halten. Folgende Energiespartipps helfen Ihnen dabei:

    • Wahl eines möglichst stromsparenden Arbeitsgeräts: Desktop PCs – vor allem ältere – verbrauchen im Dauerbetrieb relativ viel Energie. Laptops verursachen im Homeoffice weniger Stromkosten. Ihre kleinen Monitore sind jedoch schlechter für die Augen. Stellt Ihr Arbeitgeber einen größeren externen Monitor zur Verfügung, ist das ergonomisch sinnvoll, allerdings steigt dann wiederum der Stromverbrauch. Sie sollten im Homeoffice daher auf besonders energiesparende Bildschirme achten.
    • Energieeffizient arbeiten: Geräte sollten abgeschaltet werden, wenn sie z. B. in Pausen nicht benötigt werden. In Betriebssystemen wie Windows 10 kann man bestimmte Energiesparmodi wählen, die dann automatisch das Energiemanagement des Arbeitsgeräts übernehmen.
    • Geräte nur bei Bedarf anschalten: Drucker und Scanner sollten beispielsweise ausgeschaltet bleiben, solange sie nicht genutzt werden.
    • Router in einem Energiesparmodus betreiben: Für individuelle Anpassungen bezüglich des Stromverbrauchs stehen in den Einstellungsmenüs eines Netzwerkrouters diverse Energiesparoptionen zur Verfügung (z. B. An- und Abschalten des gesamten Routers oder des WLANs zu bestimmten Uhrzeiten).
    • "Intelligente" Mehrfachsteckdosen nutzen: Sogenannte "Master-Slave Steckdosen" schalten zuerst das Hauptgerät ein (z. B. einen Desktop PC) und dann automatisch die sogenannte Peripherie (z. B. einen Extra-Monitor mit eigener Stromversorgung). Wird der Rechner (Master) heruntergefahren, schaltet die Steckdose anschließend automatisch alle weiteren Geräte ab.
    • Geräte nach der Arbeit immer abschalten: Zum Feierabend sollten Sie alle Geräte am besten über eine abschaltbare Mehrfachsteckdose vom Netz nehmen. Geräte können dann im sogenannten Standby-Modus keinen Strom mehr ziehen.

    Strom sparen Sie auch, wenn Sie schon bei der Anschaffung von Arbeitsgeräten auf die Energieeffizienzklasse achten. Seit dem 1. März 2021 gibt es neue Energielabel, mit denen der Handel angebotene Geräte kennzeichnen muss: Die alten Klassen mit Pluszeichen (z. B. A+++ oder A++) wurden abgeschafft und durch einfachere Buchstaben-Klassen (A-G) ersetzt. Da die EU die Effizienzkriterien deutlich verschärft hat, sind Geräte in der A- und B-Kategorie nur noch recht selten. Halten Sie dennoch Ausschau nach Arbeitsgeräten mit einer guten Energieeffizienz (z. B. ab Effizienzklasse C), um möglichst viel Energie zu sparen.

    Wir geben Ihnen außerdem weitere Tipps, wie Ihnen Energieeffizienzklassen beim Sparen helfen.

    So sparen Sie Strom im Haushalt

    Beachtliches Sparpotenzial gibt es auch im gesamten Haushalt, der während eines Arbeitstages im Homeoffice intensiver genutzt wird. Entfällt der tägliche Gang in die Kantine, wird die Zubereitung von Mahlzeiten zu einem relevanten Verbrauchs- und Kostenfaktor. Eine zusätzliche Mahlzeit pro Tag kann rund 50 Euro an zusätzlichen Stromkosten pro Jahr verursachen.

    Um den Stromverbrauch im gesamten Haushalt zu reduzieren, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

    • Energiesparende Wasserkocher nutzen und die richtigen Töpfe für Ihren Herd verwenden
    • Den Backofen nur kurz vorheizen und die Heiß- oder Umluft anstelle von Ober- und Unterhitze nutzen (dadurch wird der Energieverbrauch deutlich gesenkt)
    • Die Geschirrspülmaschine immer voll beladen und für die Reinigung des schmutzigen Geschirrs ein Spar- bzw. Eco-Programm auswählen
    • Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzen (kann bis zu 1/6 des Stroms sparen)

    Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um Energie und damit Kosten zu sparen: Sparsames Heizen kann den Stromverbrauch nennenswert senken. Einen weiteren Beitrag kann moderne Technik leisten. Eine smarte Heizung regelt automatisch die Temperatur und sorgt so für das ideale Raumklima. Mit einem Smart Meter behalten Sie den Stromverbrauch im Blick und können gezielt Anpassungen vornehmen. Auch macht es einen Unterschied, mit welcher Technik sie Mahlzeiten zubereiten. Ob Sie mit Gas oder Strom mehr Energie beim Kochen sparen, lesen Sie hier.

    Vorausschauend planen und den Abschlag anpassen

    Damit Sie nicht am Ende eines Abrechnungszeitraums von den gestiegenen Kosten der Stromrechnung überrascht werden und auf einmal einen hohen Betrag aufbringen müssen, können Sie vorsorglich den Abschlag für Strom ändern.

    Wir erklären Ihnen hier, was eine Abschlagszahlung ist und wie sich Ihre Stromrechnung zusammensetzt.

    Die Höhe dieser Teilzahlung können Sie in der Regel problemlos ändern, indem Sie ihren Energieversorger z. B. telefonisch kontaktieren und um eine Erhöhung der Abschlagszahlung für Strom bitten. Bei Shell Energy können Sie – direkt und unkompliziert – die Abschlagszahlung online im  Kundenportal anpassen.

    Die Abschlagszahlung einfach online ändern – im Kundenportal des Energieversorgers

    Kosten sparen durch die Homeoffice-Pauschale

    Um Berufstätige von den zusätzlichen Homeoffice-Kosten zu entlasten, die derzeit vor allem durch die Corona-Pandemie verursacht werden, gibt es steuerliche Vergünstigungen. Die sogenannte Home-Office-Pauschale, die für die Steuerjahre 2020 und 2021 gilt und zu den Werbungskosten zählt, legt eine Steuerpauschale von 5 Euro pro Tag fest. Maximal 600 Euro pro Jahr können Sie sich für die Arbeit im heimischen Büro erstatten lassen. Die Summe wird bei 120 Tagen im Homeoffice erreicht. Mit der Home-Office-Pauschale wurden die strengen Regelungen für ein heimisches Arbeitszimmer vorübergehend aufgeweicht. So können Sie die Steuerpauschale auch in Anspruch nehmen, wenn Ihnen kein separates Zimmer zur Verfügung steht, das nahezu ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird.

    Die Pauschale lohnt sich vor allem für Berufstätige ohne ein eigenes Arbeitszimmer, die in Pandemie-Zeiten zuhause im provisorischen Heimbüro arbeiten und auch die durch das Homeoffice verursachten Stromkosten von der Steuer absetzen wollen. Sie wird allerdings nur dann relevant, wenn die Werbungskosten insgesamt den jährlichen Pauschalbetrag von 1.000 Euro übersteigen. Dieser Betrag kann in der Steuererklärung immer angesetzt werden, selbst wenn real gar keine Werbungskosten angefallen sind.

    Homeoffice: Vom Trend zur Selbstverständlichkeit

    In den letzten Jahren hat sich der Arbeitsalltag durch die zunehmende Digitalisierung weitreichend verändert. Der Trend zum Homeoffice wird sich auch in Zukunft fortsetzen, das Arbeiten in häuslicher Umgebung gehört für viele schon zum normalen Alltag. Möchten Sie den ökologischen Fußabdruck dabei verbessern, sollten Sie auf Smart Home-Technik und Strom aus erneuerbaren Energien setzen. Probieren Sie einfach unseren Shell Energy Tarifrechner aus und finden Sie Ihren Wunschtarif!

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