Smart Home Sicherheitssysteme: So schützen Sie Ihr Zuhause

    Smart Life

    Im Jahr 2020 hatte die Polizei rund 75.000 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl erfasst. Das entspricht durchschnittlich 300 Einbrüchen pro Tag. Umgerechnet brechen Diebe also alle fünf Minuten in eine Wohnung oder ein Haus ein und stehlen wertvolle Gegenstände sowie Erinnerungsstücke. Ein Einbruch ist dabei nicht nur mit materiellem Schaden verbunden, sondern hat auch emotionale Folgen für die Bestohlenen.

    Sicherheitssysteme schützen Häuser vor Einbrüchen und alarmieren die Bewohner im Zweifelsfall. Um Ihr Haus noch besser zu schützen, können Sie auf Smart Home Systeme zurückgreifen. Doch was sind smarte Sicherheitssysteme und wieso schützen sie das Haus besser als klassische Alarmanlagen? Erfahren Sie hier mehr.

    Wie kann ich mein Zuhause smart sichern?

    Smarte Sicherheitssysteme sind Teil des Smart Home, des technikunterstützten Wohnens. Smart Home Geräte sollen das Wohnen komfortabler, nachhaltiger und effizienter gestalten. Das Prinzip: Die intelligenten Geräte sind mit dem Internet verbunden und lassen sich per Smartphone steuern. Bei ungewöhnlichen Bewegungen sendet die entsprechende App automatisch eine Warnung an das Telefon. Die Apps sind oftmals intuitiv gestaltet, sodass Sie unkompliziert Ihr Sicherheitssystem einrichten können.

    Die Vorteile eines smarten Sicherheitssystems zeigen sich vor allem im Vergleich zu klassischen Alarmanlagen. Letztgenannte ertönen erst, wenn es bereits zu spät ist und die Einbrecher die wertvollsten Stücke in ihren Taschen verstaut haben. Smarte Sicherheitssysteme warnen frühzeitig.

    Um ein Smart Home Sicherheitssystem optimal zu nutzen, sollten die verschiedenen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sein. Grundlage hierfür ist die Vernetzung der intelligenten Geräte untereinander, damit sie Informationen und Daten austauschen können. Es gilt darauf zu achten, dass die unterschiedlichen Geräte miteinander kompatibel sind. Über eine App können Sie Ihr smartes System dann einrichten.

    Da sich ein intelligentes Sicherheitssystem mit dem Internet verbindet, spielt Cybersecurity ebenfalls eine wichtige Rolle: Das Smart Home sollte unbedingt vor Hackerangriffen geschützt werden, um eine optimale Sicherheit zu bieten.

    Worauf muss ich beim Einrichten einer smarten Sicherheitsanlage achten?

    • Wählen Sie ein sicheres System-Passwort und ändern Sie dieses von Zeit zu Zeit.
    • Führen Sie regelmäßig alle notwendigen Updates aus.
    • Richten Sie verschiedene Netzwerke ein, beispielsweise eins für die Kameras und eins für die Rauchmelder. So erschweren Sie Hackern den zeitgleichen Zugriff auf alle Geräte.
    • Aktivieren Sie auf Ihrem Smartphone Push-Nachrichten, damit die App Sie rechtzeitig warnen kann, beispielsweise bei einer geöffneten Tür.
    • Der Internet-Router benötigt ebenso ein sicheres Passwort, damit die Hacker kein leichtes Spiel haben.

    Tools, die das Haus smart sichern

    • Es gibt außerdem eine ganze Reihe von Tools, mit denen Sie Ihr Haus smart sichern können:
    • Smarte Überwachungskameras
      Die Kameras überwachen den Innen- oder Außenbereich eines Hauses und liefern Bilder sowie Warnungen bei ungewöhnlichen Bewegungen direkt auf das Smartphone oder Tablet.
    • Video-Türklingeln
      Sie sehen über eine integrierte Kamera, wer an Ihrer Tür klingelt, und können mittels Gegensprechanlage mit der Person sprechen.
    • Smart Locks
      Die smarten Türschlösser lassen sich mit dem Smartphone öffnen – ein Schlüssel ist nicht mehr nötig. Auch eine Fernsteuerung, beispielsweise wenn der Handwerker kommt, ist mit den Smart Locks möglich.
    • Smarte Sicherheitssensoren für Tür- und Fensterkontakte
      Durch die Sensoren wissen Sie jederzeit, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind. Das sorgt für ein gutes Gefühl, wenn Sie für längere Zeit das Haus verlassen, und erhöht den Einbruchschutz.
    • Glasbruchsensoren
      Glasbruchsensoren schlagen Alarm, wenn ein Fenster zerbrochen wird. Um den Bruch festzustellen, nutzen die Geräte unterschiedliche Technologien.
    • Intelligente Sirenen
      Die smarten Sirenen geben ein lautes akustisches Signal von sich. Handelt es sich um die Sirenen von Rauchmeldern, können sie Leben retten. Als Alarmanlagen schützen sie Ihr Zuhause vor unerwünschten Eindringlingen.
    • Bewegungssensoren
      Bewegungssensoren bemerken ungebetene Gäste im Haus oder im Garten und lösen alle anderen Komponenten (z. B. Außenbeleuchtung, Kamera, Sirene) des smarten Sicherheitssystems aus. Außerdem benachrichtigen sie den Hausbesitzer per Smartphone über die ungewöhnlichen Ereignisse.

    Alle diese smarten Tools lassen sich digital untereinander vernetzen und sorgen für einen effizienten Einbruchschutz für Ihr Zuhause.

    Wissen Sie, was auch smart ist? Solarenergie im Alltag zu nutzen. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag Solargeräte für Groß und Klein.

    Smart Feuer- und Wasserschäden vermeiden

    Durch Rauchmelder können jeden Tag ca. vier Menschenleben gerettet werden, denn bei den meisten Bränden ist bereits der entstehende Rauch lebensbedrohend. Er führt schnell zu einer Vergiftung. Zu den häufigsten Ursachen für Feuer zählen defekte Elektrogeräte und elektrische Kurzschlüsse, Brandstiftung, Überhitzung und sogenannte feuergefährliche Arbeiten, beispielsweise beim Schweißen oder Heißkleben. Doch auch menschliches Fehlverhalten löst oft Brände aus: Das Öl in der Pfanne wurde zu stark erhitzt und beginnt zu rauchen oder eine brennende Kerze fällt um und entzündet die Tischdecke.

    Zu den häufigsten Brandursachen in Deutschland zählen Elektrobrände, z.B. wenn ein Gerät überhitzt.

    CO-Melder helfen, Kohlenmonoxidvergiftung zu vermeiden

    Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas, das in Folge von unvollständigen Verbrennungen entsteht, z.B. durch defekte Öfen oder Gastherme, bei Benzinmotoren im geschlossenen Räumen oder beim Grillen mit Holzkohle oder Gas in geschlossenen Räumen. Es ist deswegen besonders gefährlich, weil es den Sauerstoff verdrängt. Wer CO einatmet, wird je nach Konzentration des Gases schon nach wenigen Minuten bewusstlos. Um eine Kohlenmonoxidvergiftung zu vermeiden, sollte man CO-Melder installieren. Die Melder sind mit Sensoren ausgestattet und erkennen, sobald sich CO ausbreitet. Am besten werden die Melder dort angebracht, wo sich Feuerstellen wie Gasherde, Kamine oder Heizungen in geschlossenen Räumen befinden.

    Gibt es eine Rauchmelderpflicht?

    Inzwischen gibt es in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht. Eigentümer und Vermieter sind dazu verpflichtet, Rauchmelder in ihren neu- oder umgebauten Häusern und Wohnungen zu installieren. Außer in Sachsen (Stand: 2021) müssen in allen anderen Bundesländern auch Bestandsbauten mit den Meldern ausgestattet werden.

    Rauchmelder sollten im Schlafzimmer, in den Kinderzimmern sowie in den Fluren, die als Rettungswege dienen, installiert werden. Denn viele Brände brechen unbemerkt nachts aus – der schrille Signalton des Geräts alarmiert dann rechtzeitig. Ein smarter Rauchmelder lässt sich vom Smartphone oder einem anderen Endgerät aus kontrollieren. So erhalten Sie zudem eine Warnung auf Ihr Telefon, wenn Sie außer Haus sind. Übrigens gibt es auch Rauchmelder für gehörlose Personen. Diese Geräte warnen mittels Blitzleuchten oder Vibrationskissen.

    Wie funktioniert ein Wassermelder?

    Ein Rohrbruch oder eine undichte Leitung an der Waschmaschine und die ganze Küche steht unter Wasser. Folge sind oftmals Wasserschäden in Mauerwerk und Decke, die für viel Geld repariert werden müssen.

    Um die Ausmaße eines Wasserschadens einzudämmen, sind Wassermelder sinnvoll. Die smarten Geräte sind mit dem WLAN verbunden und warnen per Push-Benachrichtigung, wenn sie Feuchtigkeit oder Wasser auf dem Fußboden feststellen. Hierfür tasten die Geräte mit ihren Sensoren kontinuierlich die Umgebung ab. Sollten Sie gerade nicht zu Hause sein, können Sie einen Nachbarn oder den Vermieter anrufen, damit sie eventuellen Schäden vorbeugen können.

    Smarte Sicherheitssysteme verhindern Einbruchdiebstähle

    Sicherheit in Deutschland: 2015 hatte die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle mit rund 167.000 polizeilich erfassten Fällen einen neuen Höchstwert erreicht. Seitdem sinken die Zahlen wieder, zuletzt auf 75.023 im Jahr 2020. Laut Bundeskriminalamt geschehen die meisten Einbrüche in Metropolen sowie in städtischen Regionen und entlang von Fernstraßen.

    Außerdem ist die Zahl im Winterhalbjahr höher als im Sommerhalbjahr. Am meisten betroffen ist aktuell Nordrhein-Westfalen mit etwa einem Drittel aller erfassten Fälle. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Zahlen am niedrigsten. Betrachtet man die Einbrüche pro 100.000 Einwohner, führen die Städte Krefeld, Bonn und Bremerhaven das Ranking an.

    Die Anzahl, der polizeilich erfassten Wohnungseinbruchdiebstähle in Deutschland sinkt seit 2015 stetig.

    Ein Grund für den Rückgang der Einbrüche in den letzten Jahren: Immer mehr Bewohner schützen ihr Zuhause mit einem smarten Sicherheitssystem. Es macht das Zuhause sicherer und verhindert Einbrüche. Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihr Smart Home System optimal gestalten, können Sie sich bei einer polizeilichen Beratungsstelle informieren.

    Übrigens gewinnen smarte Technologien nicht nur in Eigenheimen und Wohnungen an Bedeutung. Erfahren Sie, wie intelligente Technologien in der Smart City – der Stadt der Zukunft genutzt werden.

    Smarte Technologien für mehr Nachhaltigkeit

    Intelligente Geräte werden in unseren Haushalten eine immer größere Rolle spielen. Sie sorgen nicht nur für mehr Sicherheit, beispielsweise bei Einbruch, Feuer oder Wasserschaden, sondern helfen auch dabei, Haushalte langfristig nachhaltiger zu gestalten.

    Sie möchten einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen und an einer besseren Energiezukunft mitwirken? Dann entscheiden Sie sich beispielsweise für einen Biogas- oder Strom-Tarif.

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