Stromverbrauch im Haushalt: Die wichtigsten Daten, Fakten und Stromspartipps

Energiewissen

Zuletzt aktualisiert am 20. November 2021

Viele unserer Haushaltsgeräte benötigen Strom. Das kann die Stromrechnung schnell in die Höhe treiben. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Stromkonsum zu reduzieren, ohne auf die nützlichen Alltagshelfer zu verzichten. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern schont auch die Geldbörse. Erfahren Sie, wo Ihr durchschnittlicher Stromverbrauch liegt und wie Sie Ihre Stromkosten dauerhaft senken können.

Das verbrauchte Deutschland im Jahr 2020 an Strom

Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchten im Jahr 2020 insgesamt 128 TWh. Das entspricht etwa einem Viertel am gesamten Stromverbrauch in Deutschland.

Die Bandbreite für den monatlichen Pro-Kopf-Stromverbrauch ist sehr groß, da hier verschiedene Faktoren hineinspielen: etwa der Gebäudetyp, die Warmwasseraufbereitung, die Haushaltsgröße, die Energieeffizienzklassen der elektronischen Geräte sowie der jeweilige Energieverbrauch. Der durchschnittliche Stromverbrauch in einem deutschen Zweipersonenhaushalt liegt bei so ca. 120 kWh pro Monat und Kopf. Die durchschnittlichen Stromkosten entsprechen damit aktuell ca. 38 Euro pro Monat.

Der Verbauch pro Kopf sinkt mit steigender Haushaltsgröße.

Durchschnittlicher Stromverbrauch und Stromkosten nach Haushaltsgröße

In den letzten Jahren ist viel passiert, um den durchschnittlichen Stromverbrauch zu senken.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasser entwickelt sich immer weiter. Im Jahr 2020 lag der Ökostrom-Anteil bei rund 46 Prozent. Das trägt dazu bei, die CO2-Emissionen zu senken und die Umwelt zu schonen. Unser Tipp: Bei vielen Stromanbietern können Sie selbst wählen, aus welchen Quellen Sie Ihren Strom beziehen möchten - erneuerbar oder nicht-erneuerbar. Übrigens: Bei Shell Energy erhalten Sie ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien, der die gesetzlichen Anforderungen übertrifft.

Auch innerhalb der Gebäude sinkt der durchschnittliche Stromverbrauch, da die Hersteller von Haushalts- und Elektrogeräten ständig neue Produkte mit höherer Energieeffizienz auf den Markt bringen. Darüber hinaus ist bei vielen Verbrauchern das Bewusstsein gewachsen, mehr für das Klima zu tun und Strom zu sparen. Das freut auch den Geldbeutel.

In der nachfolgenden Tabelle können Sie sehen, wie hoch der durchschnittliche Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) pro Jahr in Deutschland ist und welche Kosten sich daraus ergeben.

So können Sie Ihren eigenen Stromverbrauch berechnen und messen

Sie möchten wissen, wie viel Strom Sie pro Jahr benötigen? Mit der nachfolgenden Formel können Sie den Stromverbrauch ganz leicht berechnen:

Stromverbrauch pro Jahr

= (Personenanzahl * 200 kWh) + (Wohnfläche in m² * 9 kWh) + (Anzahl der Geräte im Haushalt * 200 kWh)

Beispielrechnung

Stromverbrauch pro Jahr

= (3 [Personen] * 200 kWh) + (90 [m2] * 9 kWh) + (15 [Geräte] * 200 kWh)

= 600 kWh + 810 kWh + 3000 kWh

= 4410 kWh

Um den Stromverbrauch einzelner Geräte zu messen, verwenden Sie am besten Energiemessgeräte. Sie werden zwischen Steckdose und Gerät geschaltet und liefern so sehr genaue Ergebnisse. Diese Strommessgeräte erhalten Sie beispielsweise im Baumarkt oder in Onlineshops.

Welche Haushaltsgeräte verbrauchen den meisten Strom?

Kühlschrank, Waschmaschine, Herd und Beleuchtung gehören heutzutage in jeden Haushalt. Keiner möchte mehr darauf verzichten. Doch einige dieser Geräte sind echte Stromfresser. Gleichzeitig ist die moderne Unterhaltungselektronik wie TV, Spielekonsole und Soundsystem in unsere Wohnzimmer eingezogen, die ebenfalls Strom benötigt. Abhilfe kann hier das Smart Home schaffen: Durch Vernetzung mehrere Geräte über das Internet und eine intelligente, bedarfsgerechte Steuerung kann der Stromverbrauch gesenkt werden.

Wie verteilt sich aber der Stromverbrauch im Einzelnen? Informations- und Kommunikationsgeräte haben mit durchschnittlichen 27,3 Prozent den größten Anteil am Stromverbrauch im Haushalt. Der eigentliche Stromfresser hier ist der Stand-by-Modus, der ständig Strom benötigt. Erfahren Sie in unseren Stromspartipps weiter unten, wie Sie den Stand-by-Modus vermeiden können.

Waschen und Trocknen verbrauchen durchschnittlich 13,1 Prozent, dicht gefolgt von der Beleuchtung mit 12,6 Prozent. Fürs Kühlen und Gefrieren müssen Sie 10,7 Prozent Anteil am Stromverbrauch rechnen. Hier macht sich vor allem die gesteigerte Energieeffizienz moderner Geräte bemerkbar - der Stromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten hat sich in den letzten 20 Jahren fast halbiert. 

Kochen schlägt mit 8,9 Prozent zu Buche, das Spülen benötigt etwa 7,9 Prozent. Darunter liegt lediglich noch die Warmwasserbereitung mit 3,9 Prozent.

Mit diesen Tipps senken Sie Ihren Stromverbrauch

Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, wie Sie Strom sparen können. Pro Gerät erscheint der gesenkte Verbrauch vielleicht gering, in Summe macht sich der Unterschied jedoch bemerkbar.

Das sind unsere Stromspartipps:

  • Vermeiden Sie den Stand-by-Modus bei Elektrogeräten, indem Sie abschaltbare Verteilerdosen oder Funksteckdosen mit Fernbedienung verwenden.
  • Achten Sie auf die Energieeffizienzklassen beim Kauf von Haushaltsgeräten: Die sparsamsten Geräte tragen die Klasse A, die bis März 2021 noch A+++ hieß.
  • Nutzen Sie die Öko-Programme bei Geschirrspüler und Waschmaschine und beladen Sie diese Geräte möglichst vollständig.
  • Wählen Sie wenn möglich niedrige Temperaturen zum Waschen (20-40 °C).
  • Tauen Sie Kühlschrank und vor allem Gefrierfach regelmäßig ab, damit die Geräte weiterhin ihre volle Kühlleistung erbringen.
  • Vermeiden Sie, kühlende Geräte wie den Kühlschrank neben wärmeabgebende Geräte wie Geschirrspüler oder Herd zu stellen.
  • Verwenden Sie hochwertige Töpfe mit glattem Boden für Ihren Herd sowie die jeweils passende Herdplatte. Decken Sie den Topf beim Kochen zu, um weiteren Strom zu sparen.
  • Schalten Sie den E-Herd vor Ende der Garzeit ab und nutzen Sie die Restwärme.
  • Ersetzen Sie stromfressende Glühbirnen durch energiesparende LEDs.
  • Schalten Sie das Licht in Räumen aus, in denen Sie es gerade nicht benötigen.
  • Verwenden Sie im Heimbüro, wenn möglich, einen Laptop statt einen PC, da mobile Geräte stromsparender sind.
  • Ziehen Sie Ladegeräte für Smartphone, Zahnbürste und Co. aus der Steckdose, wenn Sie sie nicht brauchen, da diese auch Energie verbrauchen, wenn gerade nichts aufgeladen wird.

Darüber hinaus können Sie beispielsweise durch helle Wandfarben und Möbel viel Licht in Ihren Wohnraum bringen. Bei dunklen Farben benötigen Sie mehr künstliche Lichtquellen und verbrauchen so mehr Strom. Auch bei der Heizung können Sie Strom sparen: Investieren Sie in eine moderne Heizungspumpe, die bis zu fünfmal weniger Energie als ältere Modelle benötigt. Ältere Pumpen befördern ständig warmes Wasser in die Heizköper und reagieren nicht auf den wirklichen Bedarf. Moderne Heizungspumpen dagegen sind regelbar und arbeiten so viel effizienter.

Den passenden Stromtarif finden

Viele Stromfresser im eigenen Haushalt liegen im Verborgenen und verbrauchen unnötig Strom. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Stromverbrauch zu analysieren und mithilfe unserer Stromspartipps zu reduzieren. Zudem sollten Sie prüfen, ob Ihr Stromtarif noch zu Ihren Bedürfnissen passt: Berechnen Sie Ihren Jahresverbrauch ganz einfach mit dem Shell Energy Tarifrechner – einfach Energieart, Postleitzahl und Energieverbrauch eingeben und den passenden Tarif finden!

Tarifrechner

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