Stromverbrauch senken mit energieeffizienten Haushaltsgeräten

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Energiesparen im Haushalt: So senken Sie Ihren Stromverbrauch mit energieeffizienten Haushaltsgeräten

Energiesparen im Haushalt – dieses Thema beschäftigt laut der Initiative Energieeffizienz für private Haushalte 70 Prozent der Deutschen. Wie kann man Strom sparen, wie den Verbrauch der Haushaltsgeräte senken? Sie sind schließlich für die Hälfte des Stromverbrauchs in einem Haushalt verantwortlich. Dazu muss man wissen: Den Energieverbrauch der Geräte beeinflussen diverse Faktoren – von der Größe über das Alter bis hin zur Nutzung. Hier erhalten Sie sinnvolle Tipps, wie Sie durch energieeffiziente Haushaltsgeräte Ihre Energiekosten senken.

Energieeffizienz beginnt bei der Anschaffung

Sollten Sie ein funktionstüchtiges Gerät ersetzen, nur weil es mehr Energie verbraucht als ein neues? Das ist die große Frage. Zunächst kostet die Neuanschaffung verhältnismäßig viel Geld, denn nicht Toaster oder Wasserkocher sind die großen Stromfresser, sondern Großgeräte wie Spül- und Waschmaschine oder Trockner. Außerdem verursacht ein Austausch auch Elektroschrott.

Dennoch kann sich eine Neuanschaffung lohnen. Soll es etwas Neues sein, gibt es allerdings einiges zu beachten. Zunächst: Entspricht die Größe und Funktionalität des alten Geräts noch den aktuellen Bedürfnissen? Bringt etwa eine Waschmaschine mit großer Trommel, die seltener läuft, mehr als eine mit kleiner Trommel? Oder: Braucht man wirklich noch die Tiefkühltruhe, die seit Jahrzehnten im Keller steht, oder genügt ein Gefrierfach? Eine andere Frage lautet, ob es womöglich sinnvoll ist, mehr Geld für ein besonders langlebiges Gerät auszugeben oder ein preiswerteres Gerät öfter zu erneuern. Und schließlich: Wie viel Einsparung bringt der Kauf wirklich?

Tipp: Mit einem Energiemessgerät, das es kostengünstig im Baumarkt oder im Internet gibt und das vor dem Stromanschluss platziert wird, lässt sich der exakte Verbrauch eines Haushaltsgeräts messen.
Seit März 2021 geben Energielabel wie dieses Auskunft über den Energieverbrauch neuer Geräte
Ob Waschmaschine, Backofen oder Mikrowelle – im Geschäft ist fast jedes Haushaltsgerät (außer Elektroherde) mit einem EU-Energielabel versehen, das die Energieeffizienzklasse angibt. Seit März 2021 sind diese Klassen aufgeteilt in die Klassen A bis G. Diese Klassifizierung gibt aber nur an, wie effizient Geräte einer vergleichbaren Größe und Klasse arbeiten. So kann ein großer Kühlschrank im US-Stil zwar einen vermeintlich günstige Energieeffizienz haben, aber eben nur im Vergleich mit anderen Kühlschrank-Riesen. Er benötigt aber wahrscheinlich mehr Strom als ein kleineres Gerät. Entscheidend ist deshalb immer der auf dem Label angegebene Energieverbrauch in Kilowattstunden.
ei kleineren Haushaltsgeräten wie Toastern oder Kaffeemaschinen ist der Blaue Engel ein guter Hinweis für Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit.
Orientierungshilfe beim Kauf: Der Blaue Engel des Umweltbundesamtes, Quelle: Blauer Engel

Der Blaue Engel ist das Umweltzeichen der Bundesregierung, mit dem rund 12.000 Produkte und Dienstleistungen von über 1.600 Unternehmen ausgezeichnet wurden. Das Zeichen garantiert, dass hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllt sind.

Sparmöglichkeiten beim Stromverbrauch im Haushalt

Wie hoch ist der Energieverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts eigentlich? Das ist zunächst von der Größe abhängig: Ein Single-Haushalt verbraucht laut Statistischem Bundesamt im Jahr durchschnittlich 1.500 kWh. Bei zwei Personen sind es 2.600 kWh, bei drei und mehr Personen fast 4.300 kWh. Diese Angaben beziehen sich nur auf die Nutzung von Elektrogeräten.

Stromverbrauch im Haushalt nach Anwendungsbereich, Quelle: Umweltbundesamt

Die Grafik zeigt: Mehr als die Hälfte der Energie im Haushalt wird fürs Kühlhalten und Warmmachen von Lebensmitteln verwendet – Herd und Backofen verbrauchen 30 Prozent, Kühlgeräte über 22 Prozent. Gerade hier lässt sich durch energieeffiziente Haushaltsgeräte sparen.

Der Tag und Nacht laufende Kühlschrank zum Beispiel hat in einem Single- oder 2-Personen-Haushalt in der Regel 100 bis 140 Liter Nutzinhalt. Pro zusätzlicher Person sind es 60 Liter mehr. Ein 140-Liter-Kühlschrank mit Gefrierkombination aus dem Jahr 2006 benötigt laut Deutscher Energie-Agentur jährlich Strom für etwa 55 Euro, ein vergleichbares Neugerät nur für 25 Euro. Die Energie für eine 300 Liter große Kühl- und Gefrier-Kombination aus dem Jahr 2006 kostet 91 Euro im Jahr, bei einem modernen Gerät sind es 42 Euro. Sprich: Ein Kühlschrank, der 500 Euro kostet, aber jährlich 50 Euro an Stromkosten spart, hat sich nach zehn Jahren amortisiert.

Beim Kochen ist der Elektroherd mit gusseisernen Platten noch immer weit verbreitet. Deutlich energieeffizienter sind Glaskeramik-Kochfelder. Am besten aber schneidet der Induktionsherd ab – er verbraucht ein Drittel weniger Energie als die gusseisernen Platten.

Energiesparen durch die richtige Bedienung der Haushaltsgeräte

Kleine Verhaltensänderungen bringen oft große Ersparnisse. Wird eine durchschnittliche Haushalts-Ausstattung aus dem Jahr 2006 durch eine moderne, energieeffiziente Ausstattung ersetzt, kann das nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur bis zu 250 Euro im Jahr einsparen. Hier zehn Tipps, wie Sie durch die richtige Bedienung Ihrer Haushaltsgeräte ganz einfach Energie und Geld sparen – und damit auch einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen leisten.

  1. Temperatur im Kühlschrank erhöhen: In vielen Haushalten ist der Kühlschrank zu kalt eingestellt. 7 Grad reichen aus, um Lebensmittel frisch zu halten.
  2. Waschmaschine und Spülmaschine im Energiesparmodus laufen lassen: Die Maschine läuft mit dem Eco-Programm zwar länger, doch sie verbraucht weniger Strom, da das Wasser auf eine niedrigere Temperatur erhitzt wird. Und: Die Maschine sollte ganz voll sein und nicht nur halb gefüllt.
  3. Töpfe auf dem Herd richtig handhaben: Setzen Sie so oft wie möglich die Deckel auf Töpfe, das spart Kochzeit und Energie, da die Hitze nicht entweichen kann. Außerdem sollte die Größe des Topfes zum Kochfeld passen. Ein weiterer Tipp: Eier und Gemüse müssen beim Kochen nicht komplett mit Wasser bedeckt sein, zwei Zentimeter genügen vollkommen. Das spart Energie, da weniger Wasser erhitzt werden muss und das Kochgut trotzdem problemlos gar wird.
  4. Umluft statt Ober- und Unterhitze im Backofen nutzen: So kann die Betriebstemperatur 20 bis 30 Grad niedriger sein. Zudem können Sie mehrere Ebenen gleichzeitig nutzen.
  5. Restwärme nutzen: Egal ob auf dem Kochfeld oder im Backofen - schalten Sie (wenn möglich) vorzeitig die Kochplatten aus oder stellen Sie die Temperatur des Backofens herab und nutzen Sie die bestehende Restwärme. Oft ist dann noch genügend Hitze verfügbar, um Ihr Gericht energiesparend fertig zu garen.
  6. Wasser im Wasserkocher erhitzen: Das ist stromsparender als das Wasser auf dem Herd zu erhitzen. Achten Sie jedoch darauf, immer nur die benötigte Menge zu erhitzen.
  7. Gefrierfach regelmäßig abtauen: Auch wenn es keinen Spaß macht – abtauen hilft. Schon eine ein Zentimeter dicke Eisschicht verdoppelt den Stromverbrauch.
  8. Halogen- durch LED-Lampen ersetzen: LED-Lampen verbrauchen bezogen auf ihre Lebensdauer sogar weniger Strom als Energiesparlampen.
  9. Computer richtig herunterfahren: Statt einen Bildschirmschoner zu verwenden, versetzen Sie Ihren Computer lieber in den Ruhezustand, wenn er nicht gebraucht wird.
  10. WLAN ausschalten: Schalten Sie das WLAN an Ihrem Router nachts ab, wenn es nicht gebraucht wird. Häufig können Sie zum automatischen Deaktivieren Ihres WLANs einen Zeitplan in Ihren Router-Einstellungen hinterlegen.

Noch mehr Tipps zum Kosten senken finden Sie in unserem Artikel zum Energie sparen im Haushalt.

Wie Ihnen das Smart Home beim Energiesparen hilft

Smart Home Geräte werden immer beliebter. Sie können Ihnen nicht nur das Leben leichter machen und so für größeren Komfort sorgen – Smart Home hilft auch beim Energiesparen. Zum Beispiel beim Heizen: Wenn niemand zu Hause ist, muss auch keine wohlig warme Temperatur herrschen. Andererseits sollten die Räume im Winter auch nicht zu sehr auskühlen. Smart Home Technik nutzt die Daten des Smartphones und erkennt, wenn die Bewohner außer Haus sind. Gleichzeitig nutzt das System Wetterdaten und passt die Heizung den äußeren Bedingungen an. Damit lassen sich spürbar Heizkosten sparen. Die Anschaffung einer derartigen Anlage rechnet sich schon nach ein paar Jahren.

Mit dem richtigen Smart Home Zubehör behalten Sie Ihren Energieverbrauch immer im Blick.

Sommer die Sonne ins Wohnzimmer scheint, schließen sich die Rollläden automatisch, die Klimaanlage kann ausgeschaltet bleiben. Auch die Lampen lassen sich vernetzen und schalten sich mittels Bewegungssensor beispielsweise nur ein, wenn man kurz durch den Flur geht – anschließend geht das Licht automatisch wieder aus. Viele Geräte, die auf Stand-by laufen, lassen sich mit smarten Zwischensteckern ganz abschalten. Die Summe vieler kleiner Schritte macht beim Energiesparen im Haushalt einen großen Unterschied.

Grundsätzlich gilt beim Energieverbrauch das bekannte Sprichwort: Wissen ist Macht. Wer um seinen Verbrauch weiß, die größten Stromfresser identifizieren und durch sparsamere Geräte ersetzen kann, der ist schon ein großes Stück vorangekommen. Auch diese Aufgabe kann ein intelligentes Zuhause erledigen.

Allerdings sollten Sie bei der Planung und beim Kauf bedenken, dass auch Smart Home Einrichtungen zum einen Geld kosten, zum anderen Strom benötigen. Am besten, Sie überlegen erst einmal genau, welche Smart Home Einrichtungen Sie wirklich benötigen und für sinnvoll halten und lassen sich dann von einem Experten beraten. Wie Sie in drei Schritten zu einem klugen, komfortablen und sparsamen Heim kommen, erfahren Sie in unserem Artikel So wird Ihr Zuhause zum Smart Home.

Natürlich gehört zum Energiesparen auch, neben den richtigen Geräten den passenden Stromtarif zu wählen. Umweltfreundliche, energieeffiziente Haushaltsgeräte ergänzt ein Tarif mit Strom aus erneuerbaren Energien perfekt. Bei Shell Energy finden Sie Ihren passenden Tarif zu fairen Preisen.

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